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Birne

 

    

 

Biologie

  • Die Blüte der Birne (Pyrus communis) ist zweigeschlechtlich und produziert neben Pollen auch Nektar.
  • Die meisten Arten sind nicht selbstbefruchtend. Dies gilt nicht nur für die Befruchtung mit Pollen aus der eigenen Blüte bzw. vom eigenen Baum, sondern auch für die Befruchtung mit Pollen, der von anderen Bäumen derselben Art stammt. In einem solchen Fall ist eine Kreuzbestäubung mit artfremdem Pollen (also von so genannten Bestäubern) erforderlich.
  • Ein Blütenbesuch durch Hummeln kann an der Farbe der Staubbeutel abgelesen werden: Bei nicht besuchten Blüten sind sie rot, nach einem Hummelbesuch färben sie sich dunkel.

 

NATUPOL Hummelkasten

  • Weil die Birnenblüte in ausreichendem Maße Nektar produziert, wird der Hummelkasten nur mit einer begrenzten Menge Zuckerlösung geliefert.
  • Für die Bestäubung der Kultur ist TRIPOL verfügbar. Das Produkt besteht aus drei Hummelvölkern in einer temperaturisolierten Kunststoff-Behausung. TRIPOL fördert eine gleichmäßige Verteilung und garantiert eine stabile Etablierung der Hummelvölker im Feld.

 

Einsatzplanung

  • Pro Hektar werden mindestens 2-3 TRIPOL benötigt, wenn keine anderen Bestäuber zur Verfügung stehen.
  • Eine TRIPOL-Box umfasst bei Lieferung 350-400 Arbeiterinnen und hat eine Lebensdauer von 6-8 Wochen.
  • Für kleinere Flächen (eventuell gedeckte Kulturen) kann ein anderer Kastentyp eingesetzt werden.

 

Aufstellung und Gebrauch

  • TRIPOL muss ungefähr einen halben Meter über dem Boden auf einen festen Untergrund gestellt werden, im Frühjahr an einen sonnigen Platz und danach in den Schatten.
  • Der Hummelkasten ist vor eindringenden Ameisen zu schützen.
  • Dem Hummelvolk nach Aufstellung vor dem Öffnen der Ausflugöffnung(en) etwas Zeit (½ - 1 Stunde) zur Beruhigung geben.
  • Nach den ersten Orientierungsflügen beginnen die Hummeln sofort mit der Bestäubung der Pflanzen.
  • Hummeln sind bei einer Temperatur von 10 bis 30 Grad Celsius aktiv, idealerweise bei 15 bis 25 Grad.

 

Pflanzenschutz

  • Der kombinierte Einsatz von Hummeln und Nützlingen ist unproblematisch.
  • Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel haben im Allgemeinen eine direkte oder indirekte Wirkung auf Hummeln. Direkt durch das Absterben von Arbeiterinnen und Larven durch Kontakt oder Aufnahme von Mitteln und indirekt, wenn Blüten für Hummeln nach der Behandlung durch ihren Geruch abstoßend sind und nicht mehr besucht werden.
  • Systemische Pflanzenschutzmittel (Mittel, die über die Wurzeln aufgenommen werden) wirken häufig langfristig nach. Produziert die Blüte neben Pollen auch Nektar (zum Beispiel Paprika), kann die schädliche Wirkung noch stärker ausfallen als bei Kulturen, die lediglich Pollen produzieren (zum Beispiel Tomate).
  • Für eine Übersicht über die chemischen Pflanzenschutzmittel, ihre Wirkung und unsere Empfehlungen in Bezug auf den kombinierten Hummeleinsatz verweisen wir auf unsere Online-Datenbank über Seiteneffekte Neveneffectendatabase On-line.
  • Vor der Durchführung von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen ist in jedem Fall die BEEHOME-Funktion des Hummelkastens zu aktivieren. Mit ihrer Aktivierung können Hummeln in den Kasten EIN-, aber nicht mehr AUSfliegen. Nach ca. 1 Stunde kann der Kasten komplett geschlossen werden, um ihn abzudecken oder aus dem Gewächshaus zu entfernen.
  • Den Hummelkasten bei vorübergehender Entfernung aus dem Gewächshaus vorzugsweise bei einer Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius zu lagern.