Tuta absoluta

Einleitung
Tuta absoluta ist eine hauptsächlich in Tomatenpflanzen vorkommende Miniermotte mit hohem Schadpotenzial. Das Insekt ist darüber hinaus bei Aubergine, Paprika und Kartoffel wie auch in diversen anderen Anbaukulturen vorzufinden. Außerdem findet sich die Motte auf Pflanzen der Solanaceae-Familie (Solanum nigrum, Datura spp.). Tuta absoluta kann im Tomatenanbau 50-100-prozentige Ernteausfälle verursachen und durch seine Anwesenheit auch den Export des Produkts zu verschiedenen Bestimmungsorten behindern.
Biologie
Tuta absoluta vermehrt sich schnell und hat je nach Temperatur einen Lebenszyklus von 24-38 Tagen. Die Mindesttemperatur für die Aktivität liegt bei 9°C. Das Larvenstadium (Raupen) erreicht bei vorhandener Nahrungsverfügbarkeit nicht die Diapause. Weibchen können während ihrer Lebensdauer pro Tier bis zu 250-260 Eier legen, die auf oberirdischen Pflanzenteilen abgelegt werden. Die Eier entwickeln sich zu Raupen, die in Blatt, Stängel oder Frucht minieren, aber zur Verpuppung nach draußen kommen.
Das Insekt durchläuft zwischen den Häutungen vier Stadien. Dazwischen können die Raupen vorübergehend außerhalb der Blattminen oder der Frucht angetroffen werden. Die Verpuppung kann im Boden oder auf der Blattoberfläche, in einem eingerollten Blatt oder einer Mine stattfinden. Die Überwinterung erfolgt als Ei, Puppe oder adulte Motte. Die Motten sind nachtaktiv und tagsüber zwischen den Blättern versteckt.
Bestimmung
Die ausgewachsenen Motten sind graubraun, ungefähr 6 mm groß und die Flügel haben eine Spannweite von 10 mm. Die Männchen sind etwas dunkler als die Weibchen. Die gerade geschlüpften Raupen sind klein (0,5 mm) und von gelblicher Farbe. Im Laufe ihrer Entwicklung färben sich die Raupen gelbgrün und hinter dem Kopf bildet sich ein schwarzes Band aus. Ausgewachsene Raupen sind ungefähr 9 mm lang und haben einen rosafarbenen Rücken. Die Puppen sind hellbraun und ungefähr 6 mm lang.
Schadbild
- Die Raupen bevorzugen Blätter und Stängel, können aber auch unter der Blütenkrone und in der Frucht selbst vorkommen. Die Raupen befallen lediglich grüne Früchte.
- Die am deutlichsten erkennbaren Symptome sind fleckenförmige Minen in den Blättern. In diesen Minen sind sowohl die Raupen als auch ihre dunklen Ausscheidungen gut sichtbar.
- Bei einer ernstzunehmenden Infektion sterben die Blätter vollständig ab.
- Die Minierschäden verursachen bei der Pflanze Missbildungen. Durch Schäden an Früchten können beispielsweise Pilzkrankheiten in die Pflanze eindringen, wodurch die Früchte vor oder nach der Ernte verfaulen.
Geografische Verbreitung
Tuta absoluta kommt ursprünglich aus Südamerika, wo die Motte für den groß angelegten Tomatenanbau seit mehreren Jahrzehnten eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Tuta absoluta wurde in den deutschsprachigen Ländern bisher noch nicht festgestellt.
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