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Stallfliege

Stallfliegen

in Geflügel-, Schweine- und Rinderhaltung

 

Einleitung
Stallfliegen können für Geflügel und Vieh eine große Belästigung darstellen. Bei großem Aufkommen reizen die Fliegen die Tiere und sorgen so für Unruhe. Eine verminderte Produktion von Eiern, Fleisch und Milch kann die Folge sein.
In Ställen sind vor allem die Stubenfliege (Musca domestica) und die Stallfliege (Stomoxys calcitrans) anzutreffen.

 

Lebensweise
Die Fliegen ernähren sich von Nahrungsresten und Mist und können sich darin fortpflanzen.
Stubenfliegen haben einen stempelförmigen Tupfrüssel (mit schwammartigen Lappen) und nehmen sowohl flüssige als auch feste Nahrung zu sich (wie zum Beispiel Zucker). Feste Substanzen werden zuerst verflüssigt und anschließend aufgesaugt.
 
Die Stubenfliege kann pro Jahr 15 Generationen hervorbringen. Die weißen Larven sind beinlose Fliegenmaden, die sich im Stallmist und auch in anderen Substanzen entwickeln. Unter günstigen Umständen verpuppen sie sich nach einer Woche. Dann entstehen die bekannten Fliegenpuppen. Die Stubenfliege sitzt mit dem Kopf nach unten und kann auf diese Weise gut identifiziert werden.
 
Die Stallfliege kann häufig beim Sonnen angetroffen werden und sitzt mit dem Kopf nach oben auf Mauern, Bäumen und Zäunen. Sie ähnelt der Stubenfliege, hat aber einen gerade über den Kopf hinausragenden Stechrüssel, mit dem sie Blut saugt. Im Ruhezustand sind die Flügel relativ weit gespreizt.
Die Entwicklung der Fliegenarten ist identisch. Alle Fliegen machen eine vollständige Metamorphose durch, die bis zur Erreichung des Adultstadiums aus drei Phasen besteht: Ei, Larve und Puppe.
 
Folgen
Die Stallfliege sticht Vieh und mitunter auch Menschen, vor allem in die Beine. Der Stich ist relativ schmerzhaft. Stubenfliegen belästigen dadurch, dass sie beim Vieh für Unruhe sorgen.
 
Fliegen auf dem Futter sorgen dafür, dass dieses schlechter aufgenommen wird. Lampen und Eier können mit Ausscheidungen beschmutzt werden. Durch ihre Fressgewohnheiten können Krankheiten übertragen werden. Fliegen spucken bzw. erbrechen auf die Nahrung, um sie durch Enzyme für die Aufnahme zu verflüssigen. Fliegen sind Träger vieler Krankheitskeime und können diese übertragen.
 
Beispiele dafür sind:

  • Mastitis oder Euterentzündung: Fliegen ernähren sich über Milchreste rund um Zitzen und Euter und können so Bakterien übertragen.
  • Weidekeratitis, eine ansteckende Form der Augenentzündung bei Kühen: Diese wird durch das Bakterium Moraxella bovis verursacht.

 

Eine effektive Bekämpfung von Fliegen in Ställen ist also notwendig.

Produkte zur stallfliege

Ophyra aenescens

Muscidifurax raptorellus & Spalangia cameroni

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