Clepsis spectrana

Geflammter Rebenwickler

Allgemeines

Der Geflammte Rebenwickler (Clepsis spectrana) ist in Nordwesteuropa heimisch. Es handelt sich um eine sehr polyphage Art, die Schäden an Freilandkulturen wie Kohl, Apfel, Birne, an Ahorn, Pappeln, Fichten und vielen krautartigen Wildpflanzen verursacht. Weil heute weniger Pflanzenschutzmittel mit breitem Wirkungsspektrum eingesetzt werden, ist der auch als Kohl-Blattwickler bekannte Falter zu einem Schädling in Gewächshauskulturen geworden. Großen Schaden kann er Zierpflanzen wie Rosen, Inkalilien, Azaleen, Alpenveilchen und Kalanchoe, aber insbesondere Gerbera, zufügen. Auch für Chrysanthemen stellt diese Art ein zunehmendes Problem dar und seit Mitte der 1980er Jahre sind auch Paprika betroffen. In geschützten Beerenobstkulturen können Pflanzen wie Erdbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Himbeeren als Wirt dienen.

Lebenszyklus und Erscheinungsbild des Geflammten Rebenwicklers

Ein adultes Weibchen ist 12 mm lang und ockergelb mit dunklen Abzeichen. Das Männchen ist etwas größer und schlanker, deutlicher gezeichnet und heller in der Farbe. Beide haben zwei braune Abzeichen auf jedem Flügel, wobei das proximale Paar beim Ruhen fast ein „V“ bildet. Beim Ruhen werden die Flügel nahezu horizontal über den Körper gefaltet. Die Fühler sind dünn und von mittlerer Länge. Die Falter sind nachtaktiv.

Die gelben Eier werden in Gruppen von 10 bis 90 Stück auf die Blattunterseite, vorzugsweise auf große Adern oder Vertiefungen in der Epidermis, gelegt und mit einer gallertartigen Schicht bedeckt. Die Raupe hat eine dunkelgrüne bis schwarze Kopfkapsel und ein Prothoraxschild. Der Körper ist fahlbraun mit seitlichen Streifen, die manchmal heller gefärbt sind. Die Bauchseite ist heller als die Rückenseite, mit warzenartigen Haarbüscheln, die heller sind als die allgemeine Körperfarbe.

Insgesamt sieht die Raupe unscheinbar und dunkel aus. In Paprikafrüchten ist die Raupe jedoch wesentlich heller und hat dunkle Seitenstreifen. Die Raupen sind relativ dünn und bis zu 25 mm lang. Sie sind leicht behaart und haben vier Bauchbeinpaare. Entweder stellen sie ein Gespinst her, in dem sie sich verstecken, oder sie leben in Früchten oder Blüten. Die Gespinste führen dazu, dass sich die Blätter kräuseln. Viele dieser Gespinste sind leer, und es wird vermutet, dass die Raupen wahrscheinlich im Laufe ihrer Entwicklung mehrere Gespinste weben. Die Puppe ist ca. 1 cm lang und braun, wobei die Verpuppung im Gespinst stattfindet.

Schadbild

Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Blüten und Knospen. Ältere Raupen spinnen frisch geöffnete Blätter lose zusammen, sodass im Verlauf des Wachstums eine unordentliche Rolle aus Blättern mit großen Fraßlöchern entsteht. Die Raupen können sich auch in die Pflanze hineinbohren: Junge Raupen fressen einen Gang von einer sich öffnenden Knospe bis zur Wachstumsspitze, während ältere Raupen ein Loch in den Spross fressen und ihn aushöhlen, sodass dieser bzw. die Wachstumsstelle welkt und abstirbt.

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