Blattlausbekämpfung mit System

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Blattlausbekämpfung mit System

15 April 2020

Blattläuse sind eine der artenreichsten Schädlingsgruppe überhaupt. Weltweit gibt es etwa 5000 Blattlausarten, von denen 450 Arten kommerzielle Kulturpflanzen befallen. Da eine Kulturpflanze häufig von mehreren Blattlausarten gleichzeitig befallen wird, ist die Bekämpfung mit nur einem Nützling meist schwierig. In der Regel müssen Anbauer verschiedene Produkte kombinieren, um den Blattlausbefall wirksam zu bekämpfen.

 

Parasitoide sind sehr effizient bei der Lokalisierung von Blattläusen zu Befallsbeginn und beugen dem Entstehen einer größeren Schädlingspopulation vor. Sie können sogar präventiv eingesetzt werden. Räuber dagegen sind sehr gefräßig und effektiv bei der Beseitigung von Schädlingsherden. Sie eignen sich sehr gut für den kurativen Einsatz.

Die richtige Strategie

Wie wählt man das richtige Produkt aus? Eine gut überlegte Strategie über die gesamte Kulturdauer ist von wesentlicher Bedeutung. Ihr Fachhändler oder Koppert-Berater hilft Ihnen gerne bei der Erstellung eines Einsatzplans. 

Blattlaus-Parasitioide

Aphilin (Schlupfwespe Aphelinus abdominalis)

Zur biologischen Bekämpfung der Grünstreifigen Kartoffellaus  und der Grünfleckigen Kartoffelblattlaus. Wird oft in Kombination mit Aphipar oder Ervipar eingesetzt und eignet sich gut für offene Zuchten (Ervibank).

Aphipar/Aphipar-M (Schlupfwespe Aphidius colemani/Aphipar matricariae)

Zur Bekämpfung kleinerer Blattlausarten, insbesondere von Myzus, und bei Befall im Anfangsstadium. Die adulten weiblichen Schlupfwespen legen ihre Eier in den Blattläusen ab, sodass diese anschwellen und zu ledrigen, kupferbraunen Mumien erstarren. Die fertig entwickelten Schlupfwespen schlüpfen ca. zwei Wochen nach der Ausbringung am Hinterteil der parasitierten Mumie.

Ervipar (Schlupfwespe Aphidius ervi)

Zur Bekämpfung größerer Blattlausarten wie der Grünstreifigen Kartoffellaus, der Grünfleckigen Kartoffelblattlaus und der Himbeerlaus. Verwenden Sie Ervipar bei den ersten Anzeichen eines Blattlausbefalls. Die Parasitierung erfolgt wie bei Aphipar.

Aphiscout

Mix aus 5 parasitoiden Schlupfwesepen-Arten (Aphidius colemani, Aphidius ervi, Aphelinus abdominalis, Praon volucre, Ephedrus cerasicola)

Aphiscout ist vorbeugend oder im Anfangsstadium eines Blattlausbefalls einzusetzen, wenn die betreffende Blattlausart nicht genau bekannt ist. Die Farbe der parasitierten Blattlaus zeigt an, welche Art von Blattlausparasit unter den gegebenen Umständen gegen diese Blattlausart wirksam ist. Um eine höhere Wirksamkeit zu erreichen, ist dieser bestimmte Parasitoid in größerer Anzahl auszubringen. Aphiscout eignet sich sehr gut für Beerentunnel.

Blattlaus-Räuber

Aphidend (Räuberische Gallmücke Aphidoletes aphidimyza)

Aphidoletes ist ein Generalist und kann gegen die am häufigsten vorkommenden Blattlausarten eingesetzt werden. Eine Umgebung mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit und eine Nachttemperatur über 12 °C bieten optimale Bedingungen für die Eiablage.

Chrysopa (Florfliege Chrysopa carnea)

Der räuberische Generalist frisst Blattläuse und andere Schadinsekten wie Weiße Fliege, Thrips und Schmetterlingseier. Bei den ersten Anzeichen eines Schädlingsbefalls einsetzen.  

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