Anzeichen und Schadsymptome des Echten Mehltaus an der Weinrebe
Die Symptome des Rebenmehltaus variieren je nach phänologischem Wachstumsstadium und Schweregrad der Infektion. Die ersten Anzeichen zeigen sich als chlorotische (blassgrüne bis gelbe) Flecken, die sich rasch zu dem charakteristischen weißen bis grauen, pulverförmigen Myzel entwickeln.
Mit zunehmender Intensität der Infektion nimmt die Photosyntheseleistung der befallenen Blätter deutlich ab, während Triebe und Blüten ein verkümmertes Wachstum und einen schlechten Fruchtansatz zeigen. Während der Beerenentwicklung kolonisiert der Krankheitserreger die Epidermis, wodurch die Haut an Elastizität verliert. Dies führt häufig zum Aufplatzen der Beeren, was die Fruchtqualität stark beeinträchtigt und als Haupteinfallstor für Sekundärinfektionen wie die Botrytis-Traubenfäule dient.
Symptome auf den Blättern
- Blassgrüne bis gelbliche Flecken auf der Blattoberseite
- Entwicklung von weißem bis grauem, pulverförmigem Pilzwachstum
- Pulverförmiger Belag kann auch auf der Unterseite der Blätter erscheinen
- Mit fortschreitender Infektion rollen sich die Blätter ein, verzerren sich und werden brüchig
- Verminderte photosynthetische Aktivität und geschwächte Wuchskraft der Rebe
Symptome an Trieben und Ranken
- Weiße, pudrige Flecken auf jungen Trieben und Ranken
- Reduzierte Triebverlängerung und schlechte Verholzung
- Erhöhte Anfälligkeit für mechanische Schäden und Stress
- Geschwächtes Triebwachstum, das die Struktur des Kronendachs und die Fruchtbildung beeinträchtigt
Symptome an Blüten und Trauben
- Infektion von Blüten und jungen Büscheln während der Blüte
- Schlechter Fruchtansatz und vermehrter Blütenabfall
- Ungleichmäßige und abnormale Entwicklung der Trauben
- Pulvriger Belag auf den Trauben, was zu lockeren, unförmigen Trauben führt
- Vermindertes Ertragspotenzial
Beeren-Symptome
- Hohe Anfälligkeit vom Fruchtansatz bis zur Reife
- Weißer bis grauer, pulverförmiger Pilzbefall auf Beeren
- Hemmung der Beerenausdehnung und abnorme Entwicklung
- Risse in der Beerenhaut, wenn sich die Frucht vergrößert
- Erhöhtes Risiko von Sekundärinfektionen wie Botrytis
- Verminderte Traubenqualität, Zuckerakkumulation, Aroma und Marktfähigkeit