Anzeichen und Schadsymptome von Falschem Mehltau an Weinreben
Die Symptome des Falschen Mehltaus (Plasmopara viticola) variieren je nach Wachstumsstadium der Kulturpflanzen, Umgebungsbedingungen und Infektionsdruck. Während alle grünen Gewebe der Rebe anfällig sind, sind charakteristische "Ölflecken" auf der Oberseite junger, aktiv wachsender Blätter, gefolgt von weißem, flaumigem Wachstum auf der Unterseite, typische frühe Symptome. Da sichtbare Symptome in der Regel 7-10 Tage nach der Infektion erscheinen (je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit), ist die Krankheit oft schon weit fortgeschritten, bevor sie auf dem Feld visuell erkannt werden kann.
Symptome an den Blättern
- Gelbliche bis hellgrüne Ölflecken auf der Blattoberseite, oft eckig und durch Blattadern begrenzt
- Weißer bis gräulicher Flaum auf der Unterseite der Blätter unter feuchten Bedingungen
- Mit fortschreitender Krankheit werden die Flecken braun und nekrotisch
- Vorzeitiger Blattfall bei schwerem Befall, der die Photosynthese und die Vitalität der Rebe beeinträchtigt
Symptome an Trieben und Ranken
- Braune bis dunkle Läsionen an jungen Trieben und Ranken
- Verzerrtes oder verkümmertes Triebwachstum
- Erhöhte Anfälligkeit des infizierten Gewebes für Sekundärinfektionen
Symptome an Blüten und Trauben
- Infektion von Blütenständen, insbesondere um die Blüte herum
- Verbräunung, Austrocknung und Zusammenbruch der Blütenstände
- Schlechter Fruchtansatz und ungleichmäßige Entwicklung der Trauben
Symptome an den Beeren
- Junge Beeren werden graubraun und schrumpeln
- Befallene Beeren bleiben klein und reifen nicht aus
- Die Trauben erscheinen spärlich aufgrund des frühen Beerenverlustes