Die Wahl der richtigen Raubmilbe hängt vor allem vom Schädling, dem Befallsdruck sowie den Temperatur- und Klimabedingungen ab. Dafür ist es wichtig, die Stärken und Schwächen dieser Raubmilben zu kennen. Die folgenden Informationen unterstützen Sie dabei, die optimale Lösung für Ihre Situation zu finden.
Raubmilbe | Produkt | Thrips | Weiße Fliege | |
++++ | – | – | ||
+++ | + | + | ||
+ | +++ | + | ||
+ | +++ | +++ | ||
+ | ++++ | ++++ | ||
+ | ++++ | +++ | ||
+ | +++ | ++ |
– keine Prädation, keine Entwicklung, nicht geeignet;
+ begrenzte Prädation/Entwicklung, unzureichende Wirkung;
++ teilweise Entwicklung/Wirkung, jedoch begrenzt;
+++ ausreichende Bekämpfung/Entwicklung;
++++ sehr gute Bekämpfung/Entwicklung.
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N. californicus ist (im Vergleich zu P. persimilis) bei geringem Spinnmilbenbefall effektiver.
Bei starkem Befall ist P. persimilis die beste Wahl.
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N. californicus ist wirksamer gegen Spinnmilben als generalistische Raubmilben.
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N. cucumeris, A. swirskii, A. limonicus, T. montdorensis und A. andersoni sind weniger geeignet zur direkten Bekämpfung von Spinnmilben, da sie die Gespinste meiden.
Bei geringem Befall können sie jedoch die Entwicklung der Spinnmilbenpopulation verlangsamen.
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N. cucumeris, A. swirskii und A. andersoni fressen pro Tag etwa gleich viele Thripse.
Wenn ausreichend Nahrung vorhanden ist, wächst die Population von A. swirskii jedoch deutlich schneller als die von N. cucumeris.
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Im Gegensatz zu anderen Raubmilben können A. limonicus und T. montdorensis auch größere Thripslarven (2. Stadium) fressen. Sie zeigen zudem die höchste Populationsentwicklung bei Thripsbefall und sind daher bei starkem Befall die beste Wahl.
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Zwar frisst N. californicus Thripse, entwickelt sich jedoch bei dieser Nahrung nur eingeschränkt – weshalb er sich nicht für die gezielte Thripsbekämpfung eignet.
Weiße Fliege:
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A. swirskii, A. limonicus und T. montdorensis sind effektive Gegenspieler der Weißen Fliege.
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A. limonicus zeigt die stärkste Populationszunahme und ist bei hohem Befallsdruck die beste Option.
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Labortests zeigen, dass A. andersoni bei Weißfliegeneiern als Nahrung eine gute Eiablage erreicht – unter Praxisbedingungen wurde dies jedoch bisher nicht ausreichend untersucht.
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Bei ausschließlicher Ernährung mit Weißen Fliegen vermehren sich Raubmilben nur langsam. Finden sie zusätzliche Nahrung – etwa andere Milben, Thripse oder Pollen – entwickeln sie sich deutlich besser. Diese ist im Gewächshaus und Freiland meist verfügbar.
Amblyseius swirskii
Amblyseius cucumeris auf Thripsjagd