Parastagonospora nodorum

Blatt- und Spelzenbräune

Allgemeines

Parastagonospora nodorum (Phaeosphaeria nodorum) ist ein pathogener Schadpilz von Weizen, Gerste und Roggen und führt zu Ertrags- und Qualitätsverlusten.

Lebenszyklus und Erscheinungsbild der Blatt- und Spelzenbräune

Phaeosphaeria nodorum oder Septoria nodorum überlebt mit Perithecien mit Ascosporen und Pyknidien mit Konidien auf Ernterückständen und Keimlingen von Winterweizen. Ascosporen keimen bei jeder Temperatur über dem Gefrierpunkt, wenn Wasser vorhanden ist. Konidien benötigen eine Temperatur von mindestens 5 ° für die Keimung. Die primäre Infektion erfolgt meist durch Ascosporen oder Konidien auf den ältesten Blättern; eine Übertragung über das Saatgut ist ebenfalls möglich. Die Keimschläuche können die Blätter der Pflanzen direkt oder über Stomata infizieren. Dadurch hervorgerufene Blattschäden werden nach fünf bis sieben Tagen sichtbar. Auf den Läsionen bilden sich neue Pyknidien. Die in diesen Pyknidien erzeugten Konidien treten als rosafarbene schleimige Substanz aus. Die Konidien werden bei hoher relativer Feuchte (rF) freigesetzt. Die optimale Temperatur für die Keimung der Konidien liegt zwischen 20 und 25 °C.

Ascosporen sind für die Ausbreitung des Pilzes durch Wind über größere Entfernungen verantwortlich, während Konidien innerhalb einer infizierten Kultur eine Sekundärinfektion durch Feuchtigkeitverursachen. Spritzwasser hilft dem Pilz, die oberen Blätter und Ähren zu erreichen. Nasse Witterung während der Ährenbildung begünstigt eine Infektion des Saatguts.

Schadbild

Phaeosphaeria nodorum oder Septoria nodorum verursacht auf Blättern, Stängeln und Spelzen braune, längliche Flecken, die von einem hellen Hof umgeben sind. Im Zentrum der Läsionen treten hell gefärbte, durchscheinende Pyknidien (Fruchtkörper)auf, die frische Sporen bilden. Die Flecken können miteinander verschmelzen, sodass das gesamte Blatt nekrotisch wird.

Auf Spelzen treten ähnliche braune Befallsstellen mit Pyknidien und Perithecien auf. Perithecien bilden sich auch auf toten Spelzen und Stängeln. Bei starkem Befall färben sich die Köpfe des Weizens schwarz, die Samen verschrumpeln und verformen sich. Infizierte Keimlinge verkümmern.

So können Sie der Blatt- und Spelzenbräune vorbeugen

  • Entfernen Sie Pflanzenreste.
  • Verwenden Sie gesundes, sauberes Saatgut
  • Beregnen Sie möglichst nicht über Kopf.
  • Verwenden Sie chemische Produkte, die die Halmlänge verkürzen, möglichst nicht, wenn die unteren Blätter infiziert sind und mit häufigem Niederschlag zu rechnen ist.
  • Beachten Sie, dass sich die Krankheit bei einer Kultur mit dichter -Belaubung unter feuchten Bedingungen schneller ausbreitet.

Beugen Sie Pflanzenkrankheiten vor, indem Sie das Pflanzenpotenzial und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen optimieren.

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