Rosen Sabrowski: Limonica hochwirksam gegen Thrips und Weiße Fliege

Aktuelles 13 November 2017

Jeden Tag wird der Betrieb von Rudi und Ulrike Attenberger in Recklinghausen von mehr als 150 Kunden besucht. Alle diese Kunden nehmen einen oder mehrere Rosensträuße aus nahezu vollständig biologischem Anbau oder auch einen gesunden Rosenstrauch für ihren Garten mit nach Hause. Für den Erfolg der Schnittrosen spielt die Raubmilbe Amblydromalus limonicus von Koppert eine wichtige Rolle.

Rudi und Ulrike Attenberger haben 1997 den Rosenanbaubetrieb von Ulrikes Vater übernommen. Seitdem ist ihr Betrieb – Rosen Sabrowski, in dem jetzt auch ihre Tochter arbeitet – zu einem Begriff geworden. Siebzig Prozent ihrer Produktion verkaufen sie direkt an die Kunden. Die übrigen dreißig Prozent werden über den Großhandel abgesetzt.

Wegweisend bei der Schädlingsbekämpfung

Schon 1997 setzten die Attenbergers auf den biologischen Pflanzenschutz, was in ihrem Betrieb nicht einfach war. Unter 7.000 qm Glas kultivieren sie nicht weniger als 21 verschiedene Sorten, die unterschiedlich anfällig für Schädlinge wie Thrips und die Weiße Fliege sind. Außerdem ist Rosen Sabrowski einer der wenigen Rosenproduzenten in Deutschland, die mit Assimilationsbelichtung arbeiten. Auch im Winter sind daher immer Schädlinge in den Gewächshäusern zu finden, und eine Schädlingsbekämpfung ist somit unverzichtbar.
„1997 war der Pflanzenschutz mit Nützlingen noch relativ neu“, erinnert sich Rudi Attenberger. „In der Rosenbranche waren wir in Deutschland die ersten, die Nützlinge eingesetzt haben. Wir waren wirklich Pioniere – alles mussten wir selbst erforschen.“

Limonica sehr wirksam

Trotz all der Erfahrung, die Rosen Sabrowski mit dem biologischen Pflanzenschutz hat, verursachte der Kalifornische Blütenthrips 2014 und 2015 große Schäden. Für Rudi Attenberger war dies der Anlass, die Raubmilbe Amblydromalus limonicus (Limonica) zu testen. In diesen zwei Jahren und auch noch im Jahr 2016 war der Thrips-Druck zu groß, so dass sich der Betriebsleiter gezwungen sah, chemische Mittel einzusetzen.
Heute aber, im Jahr 2017, erweist sich Limonica als sehr effektiv. Rosen Sabrowski setzt den Nützling früh in der Saison mit einer Dosierung von 25 Tiere pro Quadratmeter alle 14 Tage ein. In den Sommermonaten steigert sich die Dosis auf 37,5 Tiere, und ab Oktober kann die Dosis wieder auf 25 Tiere pro Quadratmeter reduziert werden.

Thrips und Weiße Fliege

„In einer Kultur mit sehr hohem Thrips-Druck leistet die Raubmilbe gute Arbeit“, so Rudi Attenberger. „Die Raubmilbe ist sehr schnell zu finden und baut ihre Population wirklich zügig auf. Natürlich werden Sie die Thripse niemals ganz los. Aber jetzt finden wir den Kalifornischen Blütenthrips nur noch manchmal unten an der Pflanze, nie mehr oben in den Blüten. Die Blüten bleiben immer sauber, sogar bei einer so empfindlichen Sorte wie der White Naomi!“
Ein wichtiger Vorteil von Limonica besteht darin, dass dieser Nützling auch die Weiße Fliege bekämpft. 
Da Rudi Attenberger auch andere Nützlinge einsetzt, kann er Limonica gut vergleichen. Die Raubmilbe eignet sich auch gut gegen die Weiße Fliege. „In einer Abteilung haben wir Encarsia formosa, Delphastus catalinae und Chemikalien eingesetzt. Aber mit Limonica konnten wir bei der Weißen Fliege bessere Ergebnisse erzielen.“

Schneller Populationsaufbau

Rudi Attenberger setzt auch die Raubmilbe Amblyseius swirski ein, die ebenfalls Thripse und Weiße Fliegen bekämpft. Limonica erweist sich in diesem Betrieb allerdings besser geeignet als Swirski. „Wenn ich 30 Swirski einsetze, finde ich nach zwei Wochen 35. Aber bei Limonica sind es nach zwei Wochen doppelt so viele – 60 Stück. Außerdem ist Limonica auch bei niedrigeren Temperaturen aktiv. Alles in allem ist Limonica sehr wirksam, sowohl gegen Thrips als auch gegen die Weiße Fliege. Ein Ergebnis, das wir nicht erwartet hatten. Wir setzen Limonica jetzt im gesamten Betrieb ein.“

Lange Haltbarkeit der Rosen

Rudi und Ulrike Attenberger kultivieren ihre Rosen nahezu vollständig biologisch. „Dadurch erhalten wir eine viel bessere Qualität“, stellt Rudi Attenberger fest. „Wenn unsere Kunden die Rosen gut behandeln, halten sie sich in der Vase 10 bis 14 Tage. Das schaffen Rosen aus Kenia oder Äthiopien nicht. Nach fünf oder sechs Tagen sind sie verwelkt.“
Die beiden Unternehmer beziehen viel Wissen aus den Niederlanden. Einer ihrer Betriebsberater ist Geert van Wijlick von Mertens Tuinbouw. Er besucht den Betrieb alle drei Wochen. „Wir möchten nicht betriebsblind werden“, erläutert Rudi Attenberger. „Uns fallen Veränderungen bei den Pflanzen weniger schnell auf, weil wir jeden Tag durch die Gewächshäuser gehen. Ein Spezialist hat einen unvoreingenommenen Blick und erkennt eventuelle Veränderungen schneller. Die Unterstützung und das Fachwissen eines solchen Spezialisten sind sehr wertvoll.“

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