Weiße Fliege-Bekämpfung mit System

Aktuelles 23 September 2020

Weiße Fliege ist ein bedeutender Schädling in vielen Kulturen. Mit einer gut überlegten Strategie lässt sich ein Befallsdruck sicher vorbeugen.

Monitoring mit Horiver-Gelbtafeln

Basis für den Bekämpfungserfolg ist ein enges Monitoring mit Horiver-Gelbtafeln. Schädlinge können frühzeitig entdeckt werden, auch wenn man sie im Bestand nicht oder kaum sieht. Gutes Monitoring ermöglicht, den Einsatz von Schlupfwespen und Raubmilben effektiv zu planen. Zudem lässt sich mit Gelbtafeln ein Teil der adulten Weißen Fliegen abfangen und der Befallsdruck reduzieren.

Schlupfwespen und Raubmilben rechtzeitig einsetzen

Bei einem leichteren Befall sollte man rechtzeitig die Schlupfwespe Encarsia formosa (En-Strip) einsetzen, bis die Weiße Fliege unter Kontrolle ist. Zur Bekämpfung beider Weiße Fliege-Arten (Trialeurodes vaporariorum und Bemisia tabaci) hat sich die Schlupfwespen-Kombination Enermix (Encarsia formosa und Eretmocerus eremicus) bewährt.

Die ideale Ergänzung zu den Schlupfwespen ist Swirski-Mite (Amblyseius swirskii). Der Allrounder unter den Raubmilben ernährt sich von Eiern und jungen Larven der Weißen Fliege.

Raubkäfer gegen Befallsherde

Befallsherde von Weißer Fliege sind besonders schwer zu bekämpfen. Der Honigtau, den die Weiße Fliege ausscheidet, ist eine  ideale Grundlage für Pilzwachstum (Rußtau). Natürliche Feinde wie Raubmilben und Schlupfwespen meiden allerdings die verklebten Bereiche.

Der Raubkäfer Delphastus catalinae (Delphibug) ist ein wahrer Vielfraß, der Eier und Larven von verschiedenen Weiße Fliege-Arten frisst. Sein Einsatz empfiehlt sich für die warme Jahreszeit, denn er ist aktiv ab 20 °C. Besonders an schwer erreichbaren Stellen, an die man auch mit der Spritzapparatur kaum herankommt, kann Delphastus gute Arbeit leisten.

 

Der Nützling für kalte Tage

Die Raubmilbe Amblydromalus limonicus (Limonica) ist eine äußerst effektive Raubmilbe gegen Weiße Fliege. Wenn die Temperaturen jahreszeitlich bedingt abnehmen, tun sich andere Raubmilben-Arten etwas schwerer mit ihrer „Arbeit“. Limonica ist in einem weiten Temperaturbereich, von 13°C bis 30°C, aktiv. Sogar bei 13 °C legt die Raubmilbe noch durchschnittlich 1 Ei pro Tag.

 

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